(nichts) neues von Mobile ACcess

7. August 2010

Ich war am Donnerstag zu einem Treffen zum Thema Mobile ACcess eingeladen – dem WLAN Community Projekt der RWTH Aachen. Geladen hatte die Firma Uni-DSL, welche das „Oecher WLAN“-Netz betreibt – interessant, da es sich hierbei eigentlich um ein Forschungsprojekt handelt.

Das war wohl die erste richtige Lobbyveranstaltung, die ich im Rahmen meiner Arbeit im Rat miterleben durfte – Uni-DSL hat sich erst einmal vorgestellt, was sie sin, machen und können. Beim letzten Punkt haben sie dann mehrfach betont, was sie mit 100.000 € so alles anfangen könnten.

Die Verwaltung der Stadt und alle Beteiligten der Politik haben dann nach der Präsentation klar gemacht, dass sie keine Informationen an ein Privatunternehmen geben werden, da dies den Wettbewerb verzerren würde und das Geld erst einmal durch die Richtlinien des Forschungsantrags der RWTH auch in diesem Rahmen verwendet werden muss. Ist also nichts mit „für 100.000 € Hotspots aufstellen“ – das Geld ist ja für die Forschung gedacht, nicht für den Aufbau eines WLAN-Netzes in der Stadt. Und damit hatte sich der eigentliche Grund des Treffens für Uni-DSL wohl erledigt.

Danach wurde noch ein wenig über den derzeitigen Status des Projektes geredet – da gab es allerdings nicht viel neues.

Im Moment ist der Informatiklehrstuhl der RWTH noch in der Testphase für die Hotspots und deren Firmware. Insbesondere das Roaming zwischen den Hotspots ist noch nicht ganz ausgereift, zumindest nicht so, dass es ohne Bedenken an Endnutzer weitergegeben werden könnte.  Von Seiten der Stadt wurde ein Begehung gemacht um herauszufinden, wo man am besten Hotspots aufstellen könnte, um das RWTH-Netz mit dem Stadtnetz im historischen Stadtkern zu verbinden. Da entstehen wohl insbesondere denkmalschutztechnische Probleme. Die Verwaltung wird aber auch Bericht erstatten, wenn die Hotspots aufgestellt wurden – oder wenn es generell etwas neues gibt. Unterm Strich steht es also um das Mobile ACcess in Aachen wie gehabt: Bis 2012 wird getestet und wenn das ganze dann zuverlässig  funktioniert wird das ganze dann auch für Privathaushalte angeboten – da könnte dann z.B. auch Uni-DSL Mobile ACcess fähige Router mit Anschluss verticken. Aber da wird es dann wohl auch Ausschreibungen geben.

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